Allein und getrennt von der Welt
Während des weltweiten Corona-Lockdowns beschlossen die Filmemacher Ende März 2020, ein besonderes Tagebuch über diese Zeit zu führen. Sie baten Freunde, mit denen sie gerade in Austausch oder Arbeitsbeziehungen standen, ihre Beobachtungen in Bildern und Texten festzuhalten und zu teilen. In einer Zeit der Isolation eines jeden vom anderen stellt der Film einen Versuch des unmittelbaren Kontakts dar.
Die Bilder stammen von Menschen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitszusammenhängen aus Wien, Barcelona, Berlin, aus Frankreich und Israel, aus Storkow, Fürstenwalde und Bad Saarow.
Die Texte sind Tagebucheinträgen entnommen. Autorinnen: Tanya Berndsen, Festival-Leiterinn Film Ohne Grenzen e.V.; Silvia Wehner, Besitzerin eines Friseur-Salons in Storkow; Atefeh Kheirabadi, Künstlerin und Studentin aus dem Iran, derzeit in Berlin.
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Anna FaroqhiDirector
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Haim PeretzDirector
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Faroqhi Peretz FilmproduktionProducer
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Silvia WehnerKey Cast"herself"
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Atefe KheirabadiKey Cast"herself"
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Tanya BerndsenKey Cast"herself"
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Project Type:Documentary, Experimental, Short
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Runtime:15 minutes 30 seconds
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Completion Date:September 12, 2020
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Country of Filming:Austria, France, Germany, Spain
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Language:English, German
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Shooting Format:digital
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Aspect Ratio:16:9
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Film Color:Color
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First-time Filmmaker:No
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Student Project:No
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Digital Cinema Package:Unavailable
Anna Faroqhi & Haim Peretz are artists and authors of experimental documentaries and film essays. They have been working together since 2003, collaborating as a team and undertaking individual projects.
They create documentaries, design exhibitions and do projects for film and graphic novel at schools and cultural institutions.
Faroqhi is also an author of graphic novels.
In their work, they portray life in the big cities with the reoccurring topics of migration and lifelong learning.
We made this short film responding to the disturbing situation of the lockdown due to coronavirus. It was made thanks to the generous support of friends and collaborators who sent in their videos, images and words.
Mögliche Fragen:
Woher kommt der Titel?
Aus dem Text einer Mitwirkenden, Atefeh Kheirabadi. Sie formulierte auf unserer Meinung nach sehr treffende Weise das Debakel vieler Menschen, an dem auch wir litten - plötzlicher körperlicher Isolation bei rasantem Input an täglichen Neuigkeiten.
Wie ist der Film entstanden? Wo kommen die Bilder und Texte her?
Aus dem Bedürfnis in schwerer Zeit in Kontakt zu kommen. Wir hatten bereits mit Recherchen zu einem Jugendprojekt in Brandenburg begonnen und kamen auf einmal nicht mehr an die Teilnehmer und Drehorte heran und auch die Hochschule, an der wir lehren, wurde "dichtgemacht" und das Semester zum Digital-Semester erklärt. Es lag uns jedoch auf der Seele, einen Ausdruck für dieses Große und Ungewöhnliche, was da geschah, zu finden und diesen gemeinsam mit anderen und aus verschiedenen Perspektiven zu formulieren.
Wer sind die Mitwirkenden?
Einige Mitwirkende sind aus Storkow, Bad Saarow, arbeiten beim Festival Film Ohne Grenzen mit, für das wir den Jugendworkshop gestalten wollten, der so nicht zustande kam. Das waren auch die Menschen, die wir zuerst ansprachen, mit denen wir sowieso in Kontakt waren wegen der bevorstehenden Arbeit.
Es gibt im Film viele leere Bilder. Ist das Intention oder Not?
Beides. Es stellte sich die Frage für uns und alle Mitwirkenden: Kann man eine Pandemie sehen? Wie drückt man die Abwesenheit aus?
Die Nachrichten berichteten zu der Zeit von den Todesfällen, überfüllten Krankenhäusern, von Skandalen um Nase-Mund-Schutzmasken und der Not der Menschen. Die AutorInnen dieses Films haben das im Blick, versuchen in Bildern und Worten, ihre eigene, subjektive Wahrnehmung zu formulieren. Das öffentliche und das private Erleben unterscheiden sich. Aber es gibt Überschneidungen. Das hat uns in unserer filmischen Arbeit schon immer interessiert.
Weiteres zur Arbeit Von Anna Faroqhi & Haim Peretz siehe: www.faroqhiperetz.com